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la paz, festival, koka

La paz, in schwindelerregender hoehe von fast 4000 metern, auf allen seiten eingepfercht durch die cordillera; die luft ist dünn und es ist schweinekalt. Irgendwie angsteinflössend diese stadt. Im ersten hostal wollen sie uns nicht übernachten lassen, weil wir keine einreisedokumente besitzen. Da wir in der nacht nach bolivien eingereist sind, haben wir keinen stempel und sind somit illegal. Im naechsten hostal klappts; zum glück. Es ist bereits mitternacht. Am nächsten tag schauen wir uns die stadt an, koka kauend, anders ist die hoehe nicht zu ertragen. Nicht mehr ganz so furchteinflössend aber noch immer irgendwie unheimlich. La paz, regierungssitz, ausgangspunkt fuer viele ausfluege und westliches sammelbecken der kokablaetter; zum verzehr und zur herstellung von kokain. Doch dessen werd ich mir erst spaeter bewusst, bei einem ausflug in die yungas, den höchstgelegenen regenwald der welt, vermute ich. In der nähe von coroico, einem doerfchen in den yungas, findet ein festival statt, welches ich besuchen möchte. Das festival sollte fuer bewusste, naturliebende hippies sein, sehr schnell merken wir, dass es sich um eine gringo-falle handelt, die musik ist agressiv, die touristen konsumieren zu ueberteuerten preisen, drogen, getraenke, essen; eine goldgrube fuer die veranstalter. Der ganze abfall wird irgendwo hingeschmissen, und wc's gibts keine. Das schlimmste ist, den leuten gefaellts.... Wir machen ausfluege in die natur und verbringen kaum zeit am festival. Mittendrin statt nur dabei: Je weiter wir ins tal fahren, desto mehr häufen sich die kokaplantagen. Ueberall wo wir hinschauen sehen wir sie. Soviel koka wie hier angebaut wird, können die bolivianer gar nicht kauen. Nun wird mir auch klar, warum die passkontrollen in la paz so streng und die polizei so allgegenwaertig ist. Nach dem festival machen wir autostop und werden von einem lastwagen mitgenommen. Die aussicht vom anhänger aus ist fenomenal! Von coroico gehts zuerst 1000 meter hinunter ins tal und danach fast 5000 meter den berg hinauf. Auf dem pass liegt schnee und es weht ein eisiger wind. In la paz angekommen fahren wir gleich weiter richtung titicacasee!

28.4.14 02:05, kommentieren

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busfahren:)

Busfahren in bolivien ist ein ganz neues erlebnis. Hat es in den bussen im sueden von chile und argentinien noch nach stinkfuessen und schweiss der frisch aus einem nationalpark zurueckgekehrten backpackers gerochen und ist man weiter im norden und in brasilien aufgrund der uebermotivierten klimaanlage fast einem erfriertod erlegen, so darf man sich hier nun an schreienden babys, dem geruch frisch erbrochener muttermilch (neben meinem sitz!:/), jahrealten pilzfuessen und als kroenung dem duft von geschlachteten huehnern und kuehen erfreuen... Ein potpourri von aromen und klaengen! Hab ich babykacke schon erwaehnt? So guet; ha dluet gfrogt, wenn mr oeppe aakoemme. Gwuessi meine sgoht 7 stund, anderi sage 13, die naegste finde, irgendwenn am morge kieme mr aa. Abgfahre simr am 3 zmittag. Durchschnittsgschwindigkeit isch glaubs 37kmh. Muess mi revidere; dae bus fahrt nit schnaeller als 20 stundekilometer!:/

28.4.14 02:03, kommentieren